Mo, 28.02.2022 , 14:46 Uhr

Weinheim: Polizei ermittelt weiter wegen Vorfällen in Miramar-Rutschen

Der Unfall in einem Weinheimer Spaßbad, bei dem eine Frau eine Stunde lang unbemerkt in einer Rutsche liegen geblieben war, ist womöglich kein Einzelfall. Die Polizei hat mehrere Vorfälle unter die Lupe genommen, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim mitteilte.

Neben dem bereits bekannten Fall vom November 2021, bei dem die Frau erst nach einer Kollision mit einer anderen Frau frei kam, wird auch wegen eines weiteren von Betroffenen gemeldeten Rutschen-Unfalls ermittelt. Die zwei Frauen hatten sich demnach bei der Kollision in der Röhre verletzt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: «Bei Spaßbädern kommt es immer wieder zu kleinen Unfällen.» Die Betroffenen würden immer vor Ort versorgt.

Laut Polizei war schon im vergangenen August ein Badegast gegen den Rand eines Auffangbeckens am Ende einer Rutsche geprallt. Grund: Wegen des niedrigen Wasserstands im Auffangbecken konnte er wohl nicht ausreichend abgebremst werden. Aufmerksame Badegäste verhinderten laut Polizei eine Kollision mit einem nachfolgenden Gast, indem sie Gummireifen zum Stoppen in das Becken warfen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und prüft, ob Mitarbeiter des Bades ihr Aufsichtspflicht verletzt haben.

Weitere Ermittlungen wegen den Vorwürfen einer Frau vom September 2021 wurden eingestellt. Sie hatte laut Polizei erst nach einem Badbesuch angegeben, den Looping einer Rutsche nicht geschafft zu haben. Infolgedessen sei sie bis zum tiefsten Punkt zurückgerutscht und habe sich dabei leicht am Kopf verletzt. Auf ihre «Rettung» habe sie mehrere Minuten warten müssen. Es sei kein Strafantrag gestellt worden und man habe kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten feststellen können, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Bad unterstrich mit Blick auf den Fall der liegengebliebenen Besucherin, dass Menschen zuweilen in einer Senke nach dem Loop nicht mehr weiterkommen. In allen Fällen hätten die Menschen die Rutsche selbstständig verlassen. Die Senke soll Tempo aus der Fahrt herausnehmen. Gäste könnten unterwegs 40 bis 50 Kilometer pro Stunde erreichen.

An der Stelle, wo es im November zur Kollision kam, seien die Notausstiege nicht zu übersehen gewesen, hieß es. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben den damals an der Looping-Rutsche diensthabenden Mitarbeiter abgemahnt.

miramar polizei Rutschen Unfälle weinheim

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2024 Weinheim: Feuer in Erlebnisbad Miramar in Weinheim Weinheim. Im Weinheimer Erlebnisbad Miramar bracht am Samstagmorgen gegen 7:45 Uhr ein Feuer aus. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, brach das Feuer vor Öffnung des Bades in der Küche aus. Es hätten sich daher zum Zeitpunkt des Brandes zwar schon Mitarbeiter, aber noch keine Gäste in dem Gebäude befunden. Verletzte gab es laut Sprecher 22.11.2024 Mannheim: Ökumenische Gedenkfeier am Sonntag für im Dienst getötete Polizisten Mannheim. Bei einer Ökumenischen Gedenkfeier am Sonntag, 24. November (15 Uhr), in der Jesuitenkirche St. Ignatius und Franz Xaver in Mannheim soll den im Dienst getöteten Polizisten in Baden-Württemberg gedacht werden. „Unsere Polizei schützt tagtäglich uns und unsere Sicherheit und Freiheit. Das verdient unser aller Respekt und Anerkennung. – umso mehr, weil unsere Polizistinnen und 20.11.2024 Baden-Württemberg: Auf diesen Weihnachtsmärkten sind Taschenkontrollen möglich – Cannabis auch in Heidelberg im Blick In wenigen Tagen öffnen die ersten Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg. In puncto Sicherheit haben die Ordnungsdienste besonders Messer und Cannabis im Blick. Worauf sich Besucher einstellen müssen. Stuttgart. Auf einigen Weihnachtsmärkten in Baden-Württemberg müssen sich die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr auf kritische Blicke in ihre Taschen oder Rucksäcke einstellen. So wollen Städte und Polizei 19.11.2024 Weinheim: Hochhaus wegen Brand evakuiert – 100 000 Euro Schaden Weinheim. Ein Hochhaus in der Konrad-Adenauer-Straße ist wegen eines Brandes am Dienstagmorgen evakuiert worden. In einer Wohnung im siebten Obergeschoss waren ein Zimmer und der Balkon in Brand geraten – die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100 000 Euro. Verletzt wurde niemand, die Bewohner des Hochhauses wurden in einem Kältebus untergebracht. Gegen 6.40 Uhr