Neustadt an der Weinstraße/Speyer. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Warnstreiks bei der Deutschen Post aufgerufen – mit spürbaren Auswirkungen insbesondere in Neustadt an der Weinstraße und Speyer. Dort bleiben am heutigen Tag zahlreiche Brief- und Paketzustellungen aus.
Neben Neustadt und Speyer sind auch Landau sowie Teile des Westerwalds und des Idar-Obersteiner Raums betroffen. Im Saarland erstrecken sich die Arbeitsniederlegungen auf den Kreis Neunkirchen und Teile von Saarlouis. In Koblenz hingegen läuft die Zustellung normal weiter.
Die Warnstreiks sind Teil einer bundesweiten Protestwelle von Verdi, die bereits am Dienstag mit Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Briefzentren begonnen hatte. Auch am Mittwoch kam es in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Streiks.
Verdi fordert für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent sowie drei zusätzliche Urlaubstage – für Gewerkschaftsmitglieder sogar vier. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten und der zunehmenden Arbeitsbelastung seien diese Maßnahmen dringend erforderlich, so die Gewerkschaft.
Die Deutsche Post hält die Forderungen für überzogen und verweist auf sinkende Briefmengen und hohe Investitionen im Zuge der Digitalisierung. Ein erstes Angebot soll in der nächsten Verhandlungsrunde am 12. Februar vorgelegt werden.