Es war ein Tag, wie ihn sich viele Fußballvereine nur wünschen können. Der SV Waldhof Mannheim hat seinen Familientag rund ums Carl-Benz-Stadion genutzt, um das zu zeigen, was ihn ausmacht: Nähe, Gemeinschaft, Begeisterung – und eine große Portion Herzblut.
Schon am Vormittag strömten die Besucherinnen und Besucher aufs Stadiongelände. Viele in den Vereinsfarben, viele mit Kindern an der Hand. Für die Kleinen gab es viel zu entdecken – vom Kinderschminken über Torwandschießen bis zur Hüpfburg. An manchen Stationen ging es wild zu, aber immer mit einem Lächeln. Es war eine Atmosphäre, in der einem – ganz wörtlich – die Schuhe ausgezogen werden konnten. So intensiv war das Erlebnis für viele der Jüngsten.
Besonders gut besucht: die Fan-Shops. Trikots, Schals und Accessoires wechselten im Minutentakt die Besitzer. Wer ein Erinnerungsstück mitnehmen wollte, musste sich beeilen. Die Nachfrage zeigte: Die Bindung an den Verein ist stark – und sie beginnt nicht erst im Stadion, sondern auf dem Platz davor.
Digital wurde es im E-Sports-Bereich. Hier saßen Jugendliche wie Erwachsene hochkonzentriert vor den Bildschirmen, steuerten ihre virtuellen Waldhöfer über das Feld und lieferten sich spannende Matches. Auch das ist Teil moderner Fußballkultur – und der Verein hat das längst verstanden.
Ein echter Höhepunkt war die Autogrammstunde mit Terence Boyd, Malte Karpstein und Oma Hanin. Die drei Spieler nahmen sich viel Zeit, schrieben Autogramme, posierten für Fotos – und sorgten für viele leuchtende Augen. Sympathie zum Anfassen.
Terrence Boyd brachte es auf den Punkt:
„Ja, ist schön, die ganzen Kinder, hauptsächlich Kinder, jetzt mal öfter hier zu sehen, für dieses Erlebnis, die Hüpfburg da, die kommen für ihre Kosten. Jetzt hoffen wir, dass wir das auch gleich vollenden im Stadion mit drei Punkten. Schön halt zu sehen, wie alle happy sind, ja.“
Das mit den drei Punkten hat am Ende nicht ganz geklappt. Das Spiel gegen den FC Ingolstadt endete torlos – 0:0 vor über 19.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Schade. Was dem Tag insgesamt jedoch keinen Abbruch tat. Denn der eigentliche Gewinn lag nicht auf dem Spielberichtsbogen, sondern in der Verbindung zwischen Verein und Fans.