Die Stadt Mannheim plant die besucherorientierte Sanierung des TECHNOSEUM mit einer rundum erneuerten Dauerausstellung in Höhe von 10 Millionen Euro zu fördern – dies hat der Kulturausschuss heute, am 4. Dezember, dem Gemeinderat mit großer Mehrheit zur Beschlussfassung empfohlen. Der Gemeinderat entscheidet abschließend am 10. Dezember.
Im Jahr 2019 bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundetages dem TECHNOSEUM eine Förderung in Höhe von 20 Millionen Euro. Voraussetzung für die Unterstützung damals war, dass auch die beiden Träger des Museums, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim, sich dazu verpflichteten, mit jeweils 10 Millionen Euro eine Kofinanzierung zur Verfügung zu stellen. Insgesamt werden dem Museum ab 2026 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ohne die jeweiligen Zusagen von Stadt und Land würde dem TECHNOSEUM die gesamte Summe gestrichen werden.
Neue Technik und zeitgemäße Inhalte
Das kommende Jahr nutzt das Museum für die Konzeption, Planung und Vorbereitung der zahlreichen Maßnahmen, die ab 2026 sukzessive und bei laufendem Betrieb umgesetzt werden: Eine neue und moderne Lüftungstechnik soll auf den oberen Ebenen des Gebäudes, das über keine Klimaanlage, aber viele Fenster verfügt, für erträgliche Raumtemperaturen sorgen – vor allem an heißen Sommertagen. Weitere Gelder fließen in eine bessere Barrierefreiheit im Haus, wie etwa ein weiterer Aufzug und taktile Leitsysteme. Und auch die inhaltliche und gestalterische Überarbeitung der Dauerausstellung, die an vielen Stellen seit 1990 unverändert ist, wird in Angriff genommen: Der chronologische Rundgang über sechs Etagen und durch 200 Jahre Industrialisierungsgeschichte wird langfristig abgelöst von thematisch ausgerichteten Ausstellungen, die sich etwa mit der Globalisierung, Robotik und KI sowie Kommunikation und Medien beschäftigen. (mt/lg)