Mannheim. Die junge Union Baden-Württemberg hat sich klar gegen den Auftritt von Klimaaktivistin Greta Thunberg in Mannheim positioniert. Bereits mehrfach sei Thunberg durch antisemitische Äußerungen aufgefallen und habe offen Judenhass angestachelt, hieß es in einer Mitteilung. Bei einer Versammlung in Berlin im Oktober habe Thunberg Angriffe auf Polizisten im Einsatz verharmlost. Die Junge Union Baden-Württemberg fordert die Versammlungsbehörde der Stadt Mannheim deshalb auf, die angemeldete Versammlung mit Thunberg am Freitag zu verbieten.
Dazu erklärte Landesvorsitzender Florian Hummel: „Wer wie Greta Thunberg aber das Existenzrecht Israels offen leugnet und es bis heute nicht schafft, den Terrorangriff der Hamas zu verurteilen, sollte in unserem Land seinen blinden Judenhass nicht weiter in der Öffentlichkeit verbreiten können.“
Stadtrat Lennart Christ, stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender und JU-Kreisvorsitzender in Mannheim, ergänzte: „Die Nahostgruppe ist bekannt dafür, immer wieder antisemitische und antizionistische Ansichten zu vertreten.“ Die Veranstaltung mit Greta Thunberg könne ein trauriger Jahreshöhepunkt des Antisemitismus in Mannheim werden. „Deshalb brauchen wir ein klares Zeichen: Nein zur Nahostgruppe und Nein zu Greta in Mannheim!“, wurde Christ weiter zitiert.
Greta Thunberg soll bei einer pro-palästinensischen Demonstration am Freitagabend auf dem Marktplatz in Mannheim auftreten. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Rhein-Neckar/Mannheim (DIG) übte ebenfalls scharfe Kritik am geplanten Auftritt der Umweltaktivistin. (dls)