Mi., 18.12.2024 , 10:54 Uhr

Ludwigshafen: Spionage nicht ausgeschlossen - LKA ermittelt wegen Drohnenflügen über BASF-Werksgelände und Air Base Ramstein

Ludwigshafen/Ramstein. Das rheinland-pfälzische Landeskrimnalamt (LKA) ermittelt nach unerlaubten Flügen von Drohnen über dem Werksgelände der BASF und der Air Base Ramstein. Wie ein LKA-Sprecher auf Anfrage mitteilte, suchen die Ermittler nach Piloten, die die Drohnen gesteuert haben. Hierfür sei eigens eine „Besondere Aufbauorganisation“ vom LKA gebildet worden.

In den vergangenen Wochen sei es mehrfach zu Überflügen des BASF-Werksgeländes gekommen – wie oft, teilte das LKA aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit. Es habe sich hierbei mit Sicherheit nicht um Hobby-Drohnen gehandelt – daher sei es möglich, dass es sich um Spionageaktionen handele. Auch ein Bezug zu Russland werde geprüft. Ebenfalls sagte ein Sprecher, dass dem LKA Aufnahmen von Drohnen vorliegen, diese jedoch wegen laufender Ermittlungen nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden.

Das Überfliegen von „kritischer Infrastruktur“, wozu auch Industriegelände, Flughäfen oder Bahnhöfe gelten, ist generell streng verboten. Auch deshalb gehen die Ermittler davon aus, dass es sich nicht um Hobbyflieger gehandelt habe. Das LKA stehe in engem Kontakt mit Ramstein sowie der BASF. Die Ermittlungen dauern an.

Der Chemiekonzern BASF äußerte sich aus Sicherheitsgründen zunächst nicht zu den Vorfällen in den vergangenen Wochen und teilte mit: „Die Sicherheit der BASF-Standorte hat für uns oberste Priorität. Wir behalten daher zu jeder Zeit im Blick, ob es verdächtige Aktivitäten gibt und arbeiten eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen.“ Auch in den USA kam es in jüngster Zeit vermehrt zu Sichtungen von unbekannten Drohnen. Das FBI ermittelt.

(dls)

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